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USA, Westen 4.–22. Mai 2013Zurück

Im Mai 2013 sollten Mark und ich unser gemeinsames Paper über On-the-fly Confluence Detection for Statistical Model Checking auf dem NASA Formal Methods Symposium auf Moffet Field bei San Francisco vorstellen. Wir nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam mit Marks Kollegen Alfons und seiner Freundin Laura in den 7 Tagen vor der Konferenz 5 Nationalparks im Westen der USA – Zion, Bryce, Grand Canyon, Death Valley und Yosemite – sowie eine Reihe anderer Sehenswürdigkeiten – Hoover Dam, Valley of Fire, Las Vegas, Horseshoe Bend, Antelope Canyon, Mono Lake und Bodie – zu besuchen. Da ich terminlich flexibler war als die anderen, reiste ich bereits zwei Tage früher an und vier Tage später ab. So erkundete ich auf dem Weg vom Ankunftsflughafen Los Angeles zum Treffen mit Alfons, Laura und Mark am Flughafen von Las Vegas noch den Yoshua Tree Nationalpark sowie das Mojave National Preserve und besuchte nach der Konferenz erst Michaela in Menlo Park bzw. San Francisco und fuhr dann mit Amtraks California Zephyr über zwei Tage und eine Nacht durch Sierra, Wüste und Rocky Mountains gen Osten nach Denver. Beeindruckend war neben der Landschaft auch die grandiose Organisation und Information in den Nationalparks: mit Besucherzentren, hilfsbereiten Rangern, Kartenmaterial und gut informierten Freiwilligen wurde man als Besucher rundum betreut und beraten – und das alles als Jahreskarte für nur 80 $. Die Zugfahrt war schließlich der perfekte Abschluss: Gemütlich im Schlafwagen, mit Aussicht im Panoramawagen, wohl ernährt im Speisewagen und gut betreut vom launigen Personal fuhr in entspannendem Tempo die ganze grandiose Landschaft noch einmal vorbei.

Joshua Tree Nationalpark

Da ein Flug ab Frankfurt selbst um 11 Uhr an einem Sonntagmorgen mit dem Zug von Saarbrücken aus sehr schwer zu erreichen ist, übernachtete ich zunächst noch bei Sven in Frankfurt. Den folgenden, sehr langen Tag verbrachte ich überwiegend an Bord von US Airways auf dem Weg von FRA über PHL nach LAX. (Trotz eines diesmal ungewohnt fröhlichen und freundlichen Beamten an der Einreisekontrolle bleibt mein Eindruck, dass PHL ein ziemlich schrecklicher Flughafen ist; beispielhaft dafür das dämliche Prozedere Einreisekontrolle–Gepäck vom Band nehmen–Zollkontrolle–Gepäck wieder abgeben–erneute Sicherheitskontrolle bei Anschlussflügen.) Nach der abendlichen Ankunft in Los Angeles verbrachte ich eine Nacht im Hotel nahe des Flughafens, um am folgenden Morgen unseren Leihwagen abzuholen. Vom regnerischen Los Angeles (wie war das noch mit It never rains in southern California?) ging's dann ins windige, aber trockene Palm Springs. Am örtlichen Besucherzentrum durfte ich als einer der wenigen Touristen zu dieser Mittagszeit erst einmal dem örtlichen TV-Sender ein kurzes Interview geben, bevor ich mich mit Kartenmaterial und danach im Supermarkt mit Proviant eindeckte. Das eigentliche Ziel des Tages war dann der Joshua Tree Nationalpark. Dort unternahm ich ein paar kurze Wanderungen, um schließlich dank der einzigen schlechten Empfehlung eines Rangers auf dieser Tour keinen guten Ort für den Sonnenuntergang zu finden. Die Nacht verbrachte ich dann in einem recht mittelmäßigen Hotel in Twentynine Palms, direkt nördlich des Parks.

Photos:

Mojave NP, Hoover Dam, Valley of Fire, Las Vegas

Der Plan für diesen Tag war, Alfons, Laura und Mark am Flughafen von Las Vegas gegen 13:00 abzuholen und vor der abendlichen Besichtigung der Stadt des Glücksspiels (und der unglaublich günstigen Hotelzimmer) noch eine kleine Sightseeingrunde abzufahren. Auf dem Weg von Twentynine Palms nach Las Vegas machte ich noch Halt in Amboy an der Route 66 und erklomm ein paar Dünen im Mojave National Preserve. Da ich ungünstigerweise später aufgestanden war als geplant (ganz entgegen dessen, was dank Jetlag hätte passieren sollen), verzögerte sich alles etwas, klappte aber am Ende doch: Wir besichtigten den Hoover Dam, erreichten den Valley of Fire State Park genau zu Sonnenuntergang (wenngleich etwas mehr Zeit hier ganz nett gewesen wäre), und verbrachten einen netten, wenn auch späten Abend in Las Vegas.

Photos:

Zion & Bryce Canyons

Nach einer recht kurzen Nacht – die nicht die letzte ihrer Art auf dieser Reise bleiben sollte – ging's nordwärts auf die Interstate zum Zion Nationalpark. In wenig mehr als den geplanten vier Stunden (und das trotz des nervig langsamen Pflicht-Shuttlebusses im Park) schafften wir die Wanderung zu Angels Landing, wobei letztlich nur Alfons und Laura bis zum Schluss durchhielten: Mark blieb am Aussichtspunkt vor dem Anfang des letzten Abschnittes, wo der Weg zum schmalen, nur teilweise mit Ketten gesichterten Pfad am steilen Abgrund wurde, zurück, und auch mir wurde das recht bald zu viel und ich genoss dann lieber die Aussicht von der nächsten Ecke (siehe Foto). Wir verließen danach den Park auf der landschaftlich sehenswerten Zion–Mount Carmel Road und fuhren etwa zwei Stunden gen Nordosten zum Bryce Canyon Nationalpark. Statt eines schönen Sonnenuntergangs erwarteten uns dort leider Wolken mit gelegentlichem Nieselregen. Die positive Auswirkung davon: Außer uns waren nicht viele andere Touristen unterwegs, was zu einer angenehm ruhigen und entspannten Atmosphäre führte. Als wir dann in unserer Lodge in der Ortschaft Bryce just außerhalb des Parks einchecken wollten, teilte man uns mit, dass die gebuchten Zimmer leider bereits belegt seien. Dafür wären wir dann ins Best Western auf der anderen Straßenseite umgebucht – eine nette Überraschung, gefolgt von einem ebenso netten und soliden Abendessen.

Photos:

Bryce Canyon, Horseshoe Bend & Antelope Canyon

Dieser Donnerstag war der wohl am genauesten geplante und mit den meisten Aktivitäten gefüllte Tag unserer Tour. Mark und ich waren um 6:30 am Sunrise Point, um die Sonne über dem Bryce Amphitheatre aufgehen zu sehen – was leider von Wolken verhindert wurde. Nach dieser anfänglichen Enttäuschung stellte sich aber die Wanderung hinab ins Amphitheatre etwas später zu viert als sehr gute Wahl heraus. Dann mussten wir aber auch fix gen Page aufbrechen, wo uns um 13:00 Häuptling Tsosies indianische Führer zu einer Tour in den Antelope Canyon mitnehmen sollten. Das Zeitzonenchaos, das die Bundesstaaten Utah und Arizona zusammen mit dem Navajo-Reservat veranstalten, bedeutete zum Glück, dass wir auf der Autofahrt eine Stunde Zeit hinzugewannen. Kurz vor Page wurde klar, dass wir sogar noch runde 10 Minuten Zeit hätten, uns den Horseshoe Bend des Colorado River zu sehen – was wir uns nicht entgehen ließen. Wir erreichten dann die Tankstelle-mit-Touristenshop des Häuptlings wenige Minuten vor dem Start der geführten Tour. Der Antelope Canyon ist ein Slot Canyon, d.h. ein sehr schmaler, tiefer Canyon, der mit rund geschliffenen Wänden und dem Spiel des Lichtes sehr fotogen ist. Sein entsprechendes touristisches Potential wird von den Navajo denn auch maximal ausgenutzt. Unsere Führerin war eine nette Dame, die ihre Stories routiniert erzählte und die besten Kameraeinstellungen auswendig kannte, aber auch geschickt für ausreichend Abstand zu den anderen Besuchergruppen sorgte. Zurück in Page machten wir uns auf den Weg Richtung Grand Canyon. Da der direkte Weg über Highway 89 wegen eines schweren Erdrutsches im Frühjahr gesperrt war, mussten wir in großem Bogen über Highway 98, Navajo Route 21 und Tuba City fahren. Unser Halt am Cameron Trading Post zwecks Mittag-/Abendessen wurde dann zu einer langen Pause, in der wir mit unseren berühmten, riesigen Navajo Tacos kämpften und viel Zeit im Souvenirladen verbrachten. Dadurch sahen wir im letzten Licht des Tages nur noch den Canyon des Little Colorado River und erreichten die Einfahrt zum Grand Canyon Nationalpark bei Dunkelheit. Etliche Rehe kreuzten den Weg, während ein paar risikofreudigere Fahrer uns und sich gegenseitig überholten.

Photos:

Grand Canyon & Death Valley

An diesem Morgen war ich der einzige, der frühzeitig zum Sonnenaufgang aufstand. Aber diesmal hatte es sich gelohnt: Es ging zwar schnell, aber der Sonnenaufgang über dem Grand Canyon war trotzdem toll. Zwei Stunden danach erkundeten wir noch zu viert einen Abschnitt des Canyon-Randes, wobei sich das parkeigene Shuttlebus-System hier als recht praktisch erwies. Danach ging's auf eine lange Autofahrt gen Westen, vorbei an Las Vegas und über den Old Spanish Trail und Jubilee Pass ins Death Valley. Wie erwartet bot sich hier eine heiße, karge und trostlose Landschaft, und das in allen drei Aspekten auf beeindruckende Art. Wir setzten Fuß auf das Salz des großteils trockenen Badwater Basins, in dem auch der tiefste Punkt der USA liegt, besichtigten den Devil's Golf Course (so salz-steinig, dass hier angeblich nur der Teufel Golf spielen kann), und erreichten den Artists Drive genau passend, während sich die Sonne den Bergen im Westen näherte. Kurz nach Sonnenuntergang kamen wir an der Furnace Creek Ranch an, unserer Unterkunft für eine Nacht im Death Valley. Als es sich nach dem Abendessen irgendwann auf unter 30° C abgekühlt hatte, beendeten wir den Tag mit einer Schwimm-/Baderunde im Pool.

Photos:

Death Valley & Mono Lake

Nach einer Runde über Zabriskie Point und Dantes View hielten wir kurz am Besucherzentrum, bevor wir die Ruinen der Harmony Borax Works sowie den flachen Salt Creek mit seinen kleinen widerstandsfähigen Fischen (Cyprinodon salinus salinus) besuchten. Wir konnten nun, gegen Mittag, das Death Valley-Klima bei über 40° C voll genießen. Dank der extrem niedrigen Luftfeuchtigkeit ließ es sich aber relativ gut aushalten, wenn man sich nicht viel bewegte. Wir verließen Death Valley schließlich, nach einem kurzen Halt an den Mesquite Flat Sand Dunes und einem unnötigen Umweg über eine schreckliche Steinpiste zum Startpunkt des Wanderwegs zu den Darwin Falls (dort hatte ich dann endlich den Rest überzeugt, dass diese Wanderung wirklich nicht mehr in unsere Zeitplanung passte), gen Westen. Auf Route 395 fuhren wir nordwärts am östlichen Rand der Sierra Nevada durchs Owens Valley, über Lone Pine, Big Pine, Bishop (Tankpause) zum Mono Lake. Wieder war die Ankunft präzise zeitlich abgepasst: Im warmen Abendlicht gesellten wir uns zu all den anderen Fotografen in Erwartung des Sonnenuntergangs hinter den Bergen der Sierra Nevada. Danach ging's ein kurzes Stück zurück zu unserer Unterkunft im malerischen Ort June Lake.

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Bodie & Yosemite

Die June Lake Loop-Rundstraße erlaubte es uns noch, kurz die Schönheit der Gegend um June und Silver Lake zu bewundern, bevor wir gen Bodie aufbrachen, der wohl besterhaltendsten Geisterstadt aus der Zeit des kalifornischen Goldrausches. Zu Mittag kehrten wir im Dörfchen Lee Vining in Nicely's klassisch amerikanischem Diner ein. Danach ging's in die Berge Richtung Westen: Über den Tioga Pass – der gerade am vorigen Tag nach seiner Wintersperrung wieder geöffnet worden war – erreichten wir den Yosemite Nationalpark. Während wir keine 24 Stunden zuvor noch bei 40° C im Death Valley schwitzten, konnten wir uns nun in den Schnee legen. Nach einer eher mittelmäßigen Wanderung im Bereich Tuolumne Meadows fuhren wir mit Halt am Tenaya Lake, Olmsted Point und Tunnel View schnurstracks bis ganz auf die andere Seite des Yosemite Valley zum Glacier Point, den wir wieder genau passend zum Sonnenuntergang erreichten. Da es schon Monate zuvor im Park keine vernünftige und noch nicht ausgebuchte Unterkunft mehr gab, mussten wir dann noch ein wenig weiter gen Westen nach El Portal fahren, wo ein recht enttäuschendes Hotel (das Restaurant schon geschlossen, Internet nur an der Rezeption) auf uns wartete.

Photos:

Yosemite Nationalpark

Unser letzter Tourismus-Tag vor der Konferenz war ganz dem Yosemite Nationalpark gewidmet. Der ursprüngliche Plan war, ein paar gemütliche Wanderungen zu unternehmen, um gegen 17:00 auf die rund vierstündige Fahrt Richtung San Francisco aufbrechen zu können. So stellten wir unser Auto auf den zentralen Besucherparkplatz und ließen uns von den netten Freiwilligen im Infozelt gut beraten: Zuerst sollte es zum leicht erreichbaren Lower Yosemite Fall gehen, und dann auf eine etwas längere Wanderung zum Vernal Fall. Dort könnten wir uns wohl auch noch den Nevada Fall von unten anschauen, aber zum Aufstieg würde die Zeit sicher nicht mehr reichen. Bis auf die Shuttlebusse, die noch ätzender waren als in Zion (zu Fuß wäre man kaum langsamer gewesen), klappte auch alles wunderbar – bis wir uns auf dem Weg zur Aussicht auf den Nevada Fall von unten aus den Augen verloren. Jeder glaubte dann offenbar, die anderen hätten sich nicht an die Abmachung gehalten und wären weitergelaufen, so dass man selbst wohl oder übel folgen musste. Schlussendlich trafen wir uns oben, wo der Merced River als Nevada Fall in die Tiefe rauschte, wieder. Die Aussicht und Landschaft war grandios, der Zeitplan aber dahin. So aßen wir noch im Park zu Abend, ließen den Mammutbaumhain aus, den Alfons und Laura unbedingt sehen wollten (und an dem vor erhöhter Berglöwen-(= Puma)-Aktivität warnten), und erreichten unser Hotel in Mountain View kurz vor Mitternacht. Auch wenn die Fahrt in der Dunkelheit nervig und die Nacht nun wieder kurz war, hat es sich rückblickend absolut gelohnt, mehr Zeit im grandiosen Yosemite Valley zu verbringen.

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NFM & Tagestour Santa Cruz

Die NFM-Konferenz fand auf dem Gelände des NASA Ames Research Center auf Moffet Field von Dienstag bis Donnerstag statt. Leider gab es keinerlei Besucherprogramm, so dass wir uns mit einem Blick von außen auf z.B. das Gerippe des riesigen Hangar 1 begnügen mussten. Am Mittwoch waren die Vorträge dann so weit außerhalb unseres Interessengebiets, dass Mark und ich uns entschieden, doch lieber eine Exkursion Richtung Santa Cruz zu unternehmen. So kamen wir zwei denn noch zu unseren Mammutbäumen im Henry Cowell Redwoods State Park, wenn es auch "nur" Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) und nicht die Riesenmammutbäume der Sierra Nevada (Sequoiadendron giganteum) waren. Es stellte sich allerdings heraus, dass letztere zwar meist im Volumen größer sind, die höchsten Mammutbäume aber unter den Küstenmammutbäumen zu finden sind. In Santa Cruz liefen wir am Strand entlang, schauten den Seelöwen am Pier zu und aßen dort auch zu Mittag. Danach besichtigten wir noch die See-Elefanten im Año Nuevo State Park weiter nördlich an der Küste, bevor wir über Highways 1 und 92 wieder nach Mountain View zurückfuhren. Es sollte erwähnt werden, dass die kalifornischen State Parks ähnlich gut organisiert zu sein schienen wie die Nationalparks. Unser gemeinsamer Vortrag am Donnerstag schließlich lief gut, auch wenn es immer etwas besser für Austausch und Diskussion ist, wenn man eher zu Anfang einer Konferenz vortragen kann.

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San Francisco

In den folgenden Tagen stellte mir netterweise Michaela ein Zimmer in ihrer Wohnung in Menlo Park zur Verfügung und machte beim Sightseeing mit. Am Freitag fuhren wir früh morgens mit dem Caltrain nach San Francisco rein, wo ich zunächst eingeladen war, zum Frühstück bei Twitter mitzukommen. Ganz wie im Silicon-Valley-Klischee bot die Firma ihren Mitarbeitern und deren Gästen (so lange niemand das System ausnutzt) ein umfangreiches (kostenloses!) Frühstücksbuffet. Danach begab ich mich auf eigene Faust auf touristischen Pfaden durch die Stadt: Ich ließ mich zuerst vom örtlichen Bahn-und-Bus-Betreiber mit versteckten Bearbeitungsgebühren beim Kauf einer Tageskarte abzocken, fuhr dann mit den bekannten Cable Cars, lief an den innerstädtischen Serpentinen der Lombard Street entlang und schaute mir alte Schiffe am Hyde Street Pier (auch dort galt die Nationalpark-Jahreskarte!) an. Die unzuverlässige und langsame Straßenbahn der Abzockgesellschaft brachte mich dann gerade noch rechtzeitig zum Mittagessen zu Twitter zurück. Den Nachmittag verbrachte ich ganz im Golden Gate Park, der sogar noch größer als New Yorks Central Park ist. Der integrierte Botanische Garten war wunderschön. Mit Michaela zusammen ging es schließlich per Bus auf die Twin Peaks, von wo aus man einen grandiosen Ausblick über die Stadt bei Sonnenuntergang hatte, aber auch einen kräftigen eiskalten Wind erdulden musste. Auf dem Weg hinunter vom Berg verpassten wir wohl den Bus, so dass wir bis in den Mission District liefen und nach einem kleinen Imbiss mit Bus und Bahn nach Menlo Park zurückkehrten.

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Palo Alto & Menlo Park

Eigentlich sollte es am Samstag mit dem Fahrrad über die Golden Gate Bridge gehen (Empfehlung von Rick und Corrine), aber nach den Fußmärschen des Vortages hatten weder Michaela noch ich große Lust auf eine weitere anstrengende Unternehmung. Stattdessen liefen wir ins benachbarte Palo Alto rüber, um uns den Kakteengarten auf dem Campus der Stanford University sowie den Hoover Tower anzuschauen. Da Menlo Park ein öffentliches Freibad besitzt – in den USA offenbar alles andere als selbstverständlich – war schließlich eine Runde Schwimmen Pflicht.

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California Zephyr

Der krönende Abschluss der Reise war schließlich die Fahrt mit Amtraks California Zephyr von Emeryville nach Denver. Abfahrt war am Sonntag Morgen kurz nach 9 Uhr, Ankunft in Denver am folgenden Montag gegen 18 Uhr. Der Zug fuhr dann noch bis Chicago weiter, aber da die Fahrkarten für den Schlafwagen nicht gerade preiswert waren und die Landschaft zwischen Denver und Chicago eher langweilig sein sollte, beließ ich es bei dieser verkürzten Variante. Leider fuhr der Zug nicht ab San Francisco, und geschickterweise war der Bahnhof in Emeryville auch noch de facto unmöglich per ÖPNV zu erreichen. Noch einmal Danke an Michaela fürs Absetzen in Emeryville! Die dann folgende Reise war einfach super; ich vermute, dass sich man sich auf einer Kreuzfahrt ähnlich fühlt, es aber vom Zug aus viel mehr zu sehen gibt, und das die ganze Zeit. Der hohe Preis im Schlafwagen ("Roomette" in meinem Fall) wurde teilweise wieder dadurch ausgeglichen, dass alle Mahlzeiten darin bereits inbegriffen waren. Und die Produkte der Speisewagen-Küche waren sehr in Ordnung. Die Zugcrew war eine zum Teil leicht skurille, aber absolut liebenswürdige Truppe. Man war sich nicht zu Schade, auch den ein oder anderen (freundlich gemeinten) Witz auf Kosten der Reisenden zu machen, wobei aber der Service stimmte und mir insgesamt diese Art der Freundlichkeit viel mehr entgegen kam als die überbordende Höflichkeit, mit der man andernorts gelegentlich zu tun hat. Und die ganze Zeit zog vor den Fenstern die grandiose Landschaft der westlichen USA vorbei.

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